24.6.2018: Muas da wuarscht sein!

von Judith Hahofer und Sabrina Marth

Nach einer ausführlichen Verkostung des Nationalgetränks am Vorabend fühlten wir uns, trotz Tagwache um 06:00 Uhr früh, wie neu geboren. Allerdings sorgte ein „immenser Ohrenkraller“ bei so mancher Studentin für den extra morgendlichen Adrenalinkick (siehe Foto).

Ohrenkraller
Foto: Sabrina Marth

Erster Arbeitspunkt war das Erstellen eines Vertikalprofils der Temperatur mittels einer Drohne. Nach dem Frühstück und dem Abbau unserer romantischen Schlafkonstellationen begaben wir uns auf den Rückweg Richtung La Gamba.

Wolken_Wanderung
Foto: Sabrina Marth

Zwischendurch machten wir Halt bei einem „Sautanz“ de la Costa Rica. Eine sehr beliebte Delikatesse nennt sich Chicherones. Dabei wird die Speckschwarte in heißem Öl frittiert. Also Fett in Fett – mehr geht nicht! Geschmack: fast wie österreichische Grammeln.

Das lokale Warentransportmittel ist in den meisten Fällen ein Pferd mit selbstentworfenen Tragekörben. Ein Bauer (dieser Blogeintrag enthält Produktplatzierung: siehe T-Shirt) holte gerade mit solch einem Gefährt frische Quadrados, eine Sorte von Kochbananen, für die Schweindlfütterung .

Banenspferd
Foto: Sabrina Marth

Nach rund 12 schweißtreibenden Kilometern und den Umständen entsprechend noch relativ sauberen Schuhen folgte ein Besuch bei der Finca Amable. An diesem Standort wurden 2013/14 im Zuge eines Wiederbewaldungsprojekts 12.000 Bäume gepflanzt, ein Teil davon von Meteorologiestudenten der Universität Wien. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Unsere Begeisterung hielt sich zu diesem Zeitpunkt nach einer weiteren Version von „Hupf in Gatsch“ unabstreitbar in Grenzen. Zusätzlich hat die tropische Sonne bei so ziemlich allen seine Spuren hinterlassen.

Bei Wiederankunft in der Zivilisation folgte ein weiterer (drastischer) Rückschlag: Stromausfall und daher kein WLAN!. Bei 11 „verdreckten“ Studenten stieg der Drang nach Sauberkeit ins Unermessliche und bei nur zwei funktionierenden Duschen bildete sich eine wie in den letzten Tagen schon bekannte „Duschschlange“.

Beim Abendessen ließen wir nochmals unsere Tutorin Kathi zum Geburtstag hochleben. Die Köchinnen zauberten ihr einen deliziösen Kuchen (lo mejor queque del mundo), den sie netterweise mit uns teilte. Vielen Danke Kathi, du hast uns damit den Abend versüßt.

Kathi_Geburtstag
Foto: Judith Hahofer

Weil es heute noch nicht actionreich genug war (Sarkasmus lässt grüßen), starteten wir noch eine Nachtwanderung durch den Dschungel. Umgeben von leuchteten Augen konnten wir unter anderem Lanzenottern, Anolis, Glas- und Rotaugenfrösche beobachten. Für „Spinnenfreunde“ war es eine gratis Therapiestunde, die anschlug oder auch nicht.

Unsere letzten trockenen Hosen und Socken blieben ebenfalls nicht vom Flusswasser verschont.

#dieaugenleuchten #nobite #immens #gatsch

¡Que tuanis mae!

 

 

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