29.6.2018: Grande Finale

von Matthias Markel und Kevin Hebenstreit

Nach einer revitalisierenden Nacht bei einstelligen Plusgraden reichte dank der massiven Bauweise der Unterkunft bereits ein Wecker, um alle (naja fast alle) wach zu bekommen. Es war bereits 4:15 Uhr, also wirklich allerhöchste Zeit den Tag zu beginnen, stand doch die Wanderung zum Cerro de la Muerte auf dem Programm, um von dort aus den Sonnenaufgang zu bestaunen. Der Cerro de la Muerte ist beeindruckende 3451 Meter hoch (höchster Punkt unserer Reise) und bei guter Sicht kann man von dort aus sowohl den Pazifik als auch das Karibische Meer sehen. Dick eingepackt und professionellst ausgerüstet fuhren wir daher ein Stück mit dem Bus und wanderten anschließend einen Pfad hinauf zum Gipfel. Dort angekommen, ließ uns das Panorama allen den Atem stocken – wir sahen nämlich… nichts! Dichter Nebel hatte den Gipfel fest im Griff und so warteten wir gespannt ab, ob sich nicht doch noch eine Lücke am Himmel auftun würde. Leider vergebens und nachdem der kräftige Wind die Stimmung nicht unbedingt besserte, beschlossen wir zum Bus zurückzukehren. Für ein spektakuläres Gruppenfoto auf dem Gipfel reichte es aber trotzdem!

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Foto: Anton Weissenhofer

Es ging ein letztes Mal zurück zur Unterkunft, wo wir uns mit einem ausgiebigen Frühstück (zur Abwechslung gab´s Gallo Pinto) für den Tag stärkten. Danach brachen wir in Richtung Cartago auf, es ging also von über 3000 m hinab ins Tal. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Zwischenstopp bei einem sehenswerten Hochmoor, für das sich aufgrund der äußeren Umstände aber nur noch Teile der Gruppe vollends begeistern konnten. Dank Busfahrer Emidio erreichten wir zügig Cartago und von dort aus ging es direkt weiter zu einem der großen Highlights des Tages – dem auf 3400 m Seehöhe gelegenen Vulkan Irazú. Als wir auf dem Vulkan ankamen, sahen wir dort… wieder einmal Nebel! Vom Gipfelbereich des Vulkans wanderten wir hinab in Richtung Krater. Als wir diesen erreichten, zeigte sich auf einmal die Sonne und die mehr als beeindruckende Aussicht auf den Kratersee und traumhafte Wolkenformationen. Glücklich machten wir zahlreiche Fotos von der imposanten Kulisse. Nur wenige Minuten später zog es schon wieder zu, dank der lehrreichen Erklärungen von unserem Guide Anton ging die Vulkanbesichtigung trotzdem spannend weiter. Anton wies zunächst auf den warmen Boden hin (vulkanische Fußbodenheizung) und erklärte uns anschließend die verschiedenen Stadien der Entstehung von Pflanzen auf vulkanischem Untergrund. Erste sichtbare Pflanzen sind Moose, die in weiterer Folge dafür sorgen, dass Boden entstehen kann, der wiederum die Grundlage für Gräser (Horstgräser) bildet. Der Prozess der Sukzession startet, wodurch sich über einen längeren Zeitraum immer größere Pflanzen ansiedeln können.

Als sich zum dichten Nebel auch noch Donner gesellten, marschierten wir zum Bus zurück, der uns dann in die ehemalige Hauptstadt Cartago brachte. In einem originellen Markt aßen wir zunächst zu Mittag und ließen uns dann von Anton noch die dortige Vielfalt der tropischen Früchte näherbringen (inklusive anschließender Verkostung). Gestärkt spazierten wir zu einer der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt, der Basilika Nuestra Senora de los Angeles. Eine bekannte Wallfahrtskirche, die regelmäßig Besucher von weither anlockt.

Nach der abwechslungsreichen Stadtbesichtigung fuhren wir zurück nach San Jose. Nachdem morgen bereits ein paar von uns ihre Reise nach Österreich antreten, stand noch ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm. Bei Livemusik ließen wir die vielen, schönen Eindrücke der Reise Revue passieren. Eine großartige Exkursion neigt sich dem Ende zu, wir haben in den letzten zwei Wochen wirklich viel sehen und noch viel mehr lernen dürfen – so wie man sich Uni wünscht. Pura Vida!

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