learning by doing … pura vida!

von Birgit Eibl

.. eine aufregende, intensive und überwältigende Zeit liegt hinter uns – Danke von meiner Seite an die motivierten Studentinnen und Studenten für das Gelingen der Exkursion in die Tropen. Dass in unserem Blog die intensivsten Eindrücke am vordergründigsten transportiert werden (köstliches Essen, das Zusammentreffen mit der atemberaubenden Fauna und Flora) und so manche emotionale Grenzerfahrung in den Vordergrund rückt, verstehen alle, die schon einmal aus der gemäßigten Zone Mitteleuropas in ein Gebiet der Extrema in Mittelamerika eingetaucht sind. Extreme Niederschlagsmengen, extrem große Blätter, extrem diverse Habitate, extrem viele Klimazonen auf kleinem Raum, extrem freundliche Menschen, …

Dass das Abbauen und Reinigen von meteorologischen Messgeräten, die von der permanent hohen Luftfeuchtigkeit und allerlei Getier dahingerafften worden sind und nun die Überstellung nach Wien abwarten, emotional keine erwähnenswerten Höhenflüge auslöst, ist verständlich. Gerade das ist aber mit viel Geduld verbunden, um die vielzähligen Sensoren von den angesammelten Daten zu befreien, um danach einen kurzen, erstaunten Blick auf die gemessenen Regenmengen zu werfen; und es regt zu Diskussionen über mögliche Verbesserung von Messtechnik an. All das gehört zu einer Exkursion – genauso wie der Exkurs in andere Disziplinen, der sich hier aufdrängt wie sonst kaum im Studium der Meteorologie.

So unterstützen wir das Wiederbewaldungs- und Korridorprojekt COBIGA indem die unterschiedlichen meteorologischen Bedingungen in den Baumschulen untersucht werden, um ein vollständigeres Bild für Wachstumserfolge der einzelnen Jungpflanzen zu bekommen.

Es ist uns auch möglich, der Tropenstation in La Gamba eine Wetterhütte zur Verfügung zu stellen, um die Messungen durch Personal der Tropenstation zu vereinfachen und nachhaltig garantieren zu können. Großer Dank gilt hier Anton Dattler, der in stundenlanger Arbeit mit viel Interesse und Motivation eine wunderschöne Hütte gezaubert hat, die sich sehr gut macht im Garten der Station.

Foto: Christian Hartmann

Weiters danken wir der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik für die gespendeten Niederschlagsmessgeräte und die Thermometer!

Übergabe des Niederschlagsmessgeräts an Elias von der Finca Alexis. Foto: Anton Weissenhofer

 

Wenn 12 MeteorologInnen die exotischsten Tiere links liegen lassen, weil sich die Entstehung und das Sterben von prächtigen Gewitterzellen  im 360° Blick präsentiert, lässt das so manchen Biologen kopfschüttelnd zurück. Die intensiven tropischen Regenschauer konnten wir im Süden Costa Ricas beinahe täglich  studieren. Einen intensiven tropischen Regenschauer zu erleben, dabei zu beobachten, wie die Ticos und Ticas damit umgehen, hinterlässt bei den zukünftigen Meteorologinnen und Meteorologen einen nachhaltigen Eindruck. Gelebter Alltag ohne Katastrophenalarm.

Wir hoffen, dass die intensive Tropenerfahrung übergeschwappt ist und beschließen den Lehrveranstaltungsteil des Blogs mit einem kräftigen Pura Vida!

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